Mansio Christi, September 2022

Merke: - Jesaja 66 (13. Juni)

Im letzten Kapitel werden die Kernaussagen, das was sich die Gläubigen merken sollen, zusammengefasst.

Wir halten also fest:

Gott ist der Schöpfer und der Herr und er regiert!

Die Menschen haben sich aber von ihm abgewandt und sich eigene Götter – Götzen – gemacht, denen sie folgen und gehorchen. In damaliger Zeit waren das natürlich hauptsächlich die Götzen der Nachbarvölker, aber auch heute findet man diesen Götzendienst, sei es in esoterischen Zirkeln in denen jedem Quatsch ein Hauch Magie innewohnt, den es zu verehren gilt oder in handfesten, nach wissenschaftlich anerkannten Methoden, entwickelte Regelwerke,  Ideologien, Wirtschaftsordnungen, deren Validität auch und gerade dann per Definition festgeschrieben wird, wenn sie dem von Gott gegebenen Verhaltenskodex wiedersprechen oder auch – wieder eine Nummer kleiner – all die Pillchen, Cremechen und sklavisch durchzuführenden Maßnahmen, die ewige Jugend, Schönheit und die Erlangung anderer begehrter irdischer Werte verheißen.

Ein Neubeginn! – Jesaja 65 (11. + 12. Juni)

„Ja, siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel / und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, / es kommt niemand mehr in den Sinn.“ (Jes 65, 17)

Ab Vers 17 verkündet Gott sein kommendes Reich, sein kommendes Jerusalem als etwas ganz Neues. Es werden also keine alten Trümmer wieder aufgerichtet!

Doch davor wird Gott deutlich in seiner Antwort auf die jämmerliche Klage seines Volkes. Er sei ihnen die ganze Zeit nachgegangen, aber sie hätten ihn nicht beachtet. Stattdessen hätten sie Götzen geopfert. Er habe ihnen immer wieder den richtigen Weg gezeigt, doch sie seien seinen Weisungen nicht gefolgt.

Jetzt macht er Schluss damit!

Die Verwirklichung der Verheißung – Jesaja 63 + 64 (9. + 10. Juni)

In einem Dialog zwischen dem Messias und dem Volk geht es um die Wiedereinsetzung der Gerechtigkeit. Der Messias mahnt an, dass er zum Gericht für die Welt und zur Erlösung seines Volkes gekommen sei, aber niemand vorgefunden habe, der dem Titel „Volk Gottes“ gerecht geworden wäre. Darum habe er das Gericht über die ganze Welt, über alle Menschen gebracht.

Im Anschluss bekennt das Volk seine Schuld und bittet Gott sich ihnen wieder in Gnade zuzuwenden.

„Ein Tag der Vergeltung lag mir im Sinn / und das Jahr meiner Erlösten war gekommen.“ (Jes 63, 4)

Kapitel 63 greift damit direkt den Faden aus Kapitel 61 wieder auf.

Der Bräutigam und seine Braut – Jesaja 62 (8. Juni)

„Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter gestellt. / Den ganzen Tag und die ganze Nacht, niemals sollen sie schweigen. Die ihr den HERRN erinnert, / gönnt euch keine Ruhe!“ (Jes 62, 6)

Ein weiteres Kapitel, das unseren Retter und König besingt! Er ist das Schmuckstück, das vor der Welt offenbart wird. Er ist der Bräutigam und die ihm nachfolgen die Braut, beide verbunden in der Liebe Gottes.

Gnadenjahr und Gerechtigkeit – Jesaja 61 (7. Juni)

„Der Geist GOTTES, des Herrn, ruht auf mir./ Denn der HERR hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, um den Armen frohe Botschaft zu bringen, / um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung auszurufen / und den Gefesselten Befreiung, um ein Gnadenjahr des HERRN auszurufen,“ (Jes 61, 1-2)

Jesus selbst hat diese Stelle aus der Tora vorgelesen in seiner Heimatstadt Nazareth. Wir wissen aus dem Lukas-Evangelium, wie die Sache ausging; als er verkündete, dass dieses Gnadenjahr nun durch ihn begonnen habe, wurde er beinahe gesteinigt.

Das Jerusalem Gottes – Jesaja 60 (6. Juni)

Jesaja 60 (6. Juni)

„Steh auf, werde licht, denn es kommt dein Licht / und die Herrlichkeit des HERRN geht strahlend auf über dir.“ (Jes 60. 1)

Gott besingt durch den Mund des Propheten den Aufstieg der Heiligen Stadt, denn sie wird herrlich sein und leuchten über die ganze Schöpfung.

Die Mauer der Schuld – Jesaja 59 (5. Juni)

„Eure Schuld – sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht.“ (Jes 59, 2)

Im Grunde ist mit diesen beiden Sätzen bereits die Aussage von Kapitel 59 erfasst!

Gott begründet, warum sein Heilswirken nicht bis zum Volk durchdringt – es sind die Sünden und der sich daraus ergebende Lebenswandel der Israeliten. Und diesen zweiten Teil – den Lebenswandel – sollten wir nicht außer Acht lassen, denn der spielt für uns heute die größere Rolle.

Die Wahrheit liegt im Inneren – Jesaja 58 (4. Juni)

„Halt meinem Volk seine Vergehen vor / und dem Haus Jakob seine Sünden!“ (Jes 58, 1)

Zeigte uns Gott im letzten Kapitel, wie wir uns ins Verderben stürzen, indem wir uns auf falsche Götter stützen, so warnt er hier am Beispiel des Fastens und des Sabbats vor der Volksfrömmigkeit seiner Treuen.

Ja, Gott hat so seine Probleme mit Ritualen, insbesondere wenn sie wie ein Schauspiel vorgetragen werden, ohne dass sich irgendwas an der inneren Haltung des Vortragenden ändert.

Falsche Verbündete – Jesaja 57 (3. Juni)

„Denn so spricht der Hohe und Erhabene, / er wohnt in Ewigkeit, sein Name ist Der Heilige: Als Heiliger wohne ich in der Höhe, / aber ich bin auch bei dem Zerschlagenen und dem im Geist Niedrigen, um den Geist der Niedrigen wieder aufleben zu lassen / und das Herz der Zerschlagenen neu zu beleben.“ (Jes 57, 15)

Warum schließen sich Menschen einer Religion an? Ja, manche suchen Gott und erhoffen sich Führung in der Gruppe der Gläubigen. Doch viele sehen in dieser Gemeinschaft auch so etwas wie ein Ausgangspunkt für das eigene Vorankommen. Sie unterwerfen sich einer (angenommenen) Macht aus egoistischen, selbstsüchtigen Gründen. Diese Macht soll ihnen dabei behilflich sein, ihre eigenen Wünsche und Ziele zu verwirklichen.

Gott aller Völker – Jesaja 56 (2. Juni)

„Und die Fremden, die sich dem HERRN zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, dass sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.“ (Jes 56, 6-7)

Wir erinnern uns deutlich an den enttäuschten und verzweifelten Ausruf Jesu: „Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus sein. Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“ (Mt 21, 13) Hier hat der Ausruf Jesu bei der sogenannten Tempelreinigung – tatsächlich war es eine Brandmarkung der Priester und Tempelwächter – seinen Ursprung. Auch das Ende von diesem Kapitel 56 beklagt die inakzeptable Haltung der Priester und Tempeldiener gegenüber der ihnen von Gott übertragenen Aufgabe, bezichtigt sie der Trucksucht und anderer Ausschweifungen.

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