Zef 2,3; 3,12-13; 1 Kor 1,26-31; Mt 5,1-12a.
Alle drei Texte haben diese eine Aussage: Gott wendet sich den Demütigen, Armen, Unscheinbaren zu – und schafft durch sie sein Heil.
Und mit dieser Aussage, „Ich bin in den Schwachen stark“ (2. Korinther 12, 9), stellt er dir die für dein Leben mit ihm die entscheidenden Fragen. Möchtest du in der Welt glänzen? Ist es dir wichtig bewundert zu werden, Einfluss und Macht in dieser Welt zu haben?
Natürlich sucht jeder irgendwo in dieser Welt nach Anerkennung. Aber richtest du dein ganzes Handeln danach aus und ordnest ihm alles andere unter? Das ist es nämlich, was die Welt von dir erwartet. Du sollst nach oben streben. Dein Ansehen in der Welt verdienst du dir durch das, was du hast und das, was du leistest.
Und Gott sagt dir dann: Tut mir leid, das ist nicht, was ich von dir erwarte. Dein Erfolg in der Welt bringt dir in meinem Reich gar nichts. Wenn du ein Kind der Welt bist, kannst du nicht mein Kind sein.
Wieder kehrt Gott die weltlichen Maßstäbe in ihr Gegenteil und sagt: Genau darauf kommt es an!
Ich sammle mir die Menschen, die von der Welt unbeachtet bleiben und ausgestoßen werden.
Es gibt eine Nation in dieser Welt, die mal ein ganz ähnliches Motto hatte:
„Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren, den elenden Auswurf eurer drangvollen Küsten. Schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturm Gepeitschten, Ich hebe mein Licht an der goldenen Tür!“
Das steht auf dem Sockel der Freiheitsstatue in New York.
Gott geht noch einen Schritt weiter. Er geht diesen Mensch nach, er sammelt sie selbst ein und erhöht sie so vor unseren Augen. Durch keine Leistung können wir uns die Liebe und die Gnade Gottes verdienen, er schenkt sie uns.
Diese Einsicht soll uns Lehre sein. Wie Paulus es sagt: Wir sollen uns in der Welt nicht unserer Leistung rühmen, sondern unseres Gottes.
Und daraus abgeleitet: Wir, die wir Kinder Gottes sein wollen, sollen es ihm nachtun. Wir sollen nicht auf die Starken, Mächtigen schauen, sie bewundern und danach schielen, dass sie uns diese Bewunderung irgendwie danken. Wir sollen uns den Schwachen, Ausgestoßenen zuwenden, die nicht beachtet werden und von denen wir vielleicht keinen Dank erwarten können, weil sie in einer harten Welt irgendwann selbst hart wurden. Gott schaut auf sie, sie sind seine Kinder. Sind wir ihre Geschwister?
