Mansio Christi, September 2022

Die Wechselhaftigkeit des Weges und die Unveränderlichkeit Gottes

Glaube ist Leben und Leben ist Veränderung. Christus bezeichnet sich als der Weg, nicht nur weil er der einzige Weg zu Gott und damit zum wahren Leben ist, sondern weil der Weg sinnbildlich für die ständige Veränderung steht.

Wie passt das mit der Unveränderlichkeit Gottes und der Unveränderlichkeit seines Wortes zusammen?

Die christliche Gemeinde

LaufstallDas ist ein Laufstall. Eltern schränken damit die Bewegungsfreiheit ihres Kleinkindes ein um es zu schützen. Auch ein Laufstall ist ein gutes Bild für Religion.

Schon Paulus sagte

„Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise; denn diese konntet ihr noch nicht vertragen.“ (1.Kor 3,2)

Das heißt, er verglich Korinther mit Kleinkindern, die eines besonderen Schutzes, also eines Laufstalls bedurften. Religion, feste Regeln und Abläufe, können ein Schutz sein, aber – und das zeigt dieses Bild deutlich – für diese Maßnahme muss das Ziel sein, sie überflüssig zu machen.

Eine philosophisch-theologische Betrachtung des Schreibens

Das ist eine Tastatur.

Ich kann damit Texte in ein Textverarbeitungsprogramm eingeben. Das ist nichts Besonderes. Andererseits kann ich mich besser fokussieren, wenn ich Texte über eine Tastatur eingebe. Während ich schreibe, bekomme ich die Gedanken besser sortiert – insofern ist eine Tastatur für mich schon was Besonderes. Ohne Tastatur gäbe es dieses Blog nicht.

Ich schreibe also über die Tastatur meine Gedanken zu meinem Gott auf. Mir hilft die Tastatur, meinem Gott näher zu kommen.

Wenn ich jetzt aber behaupten würde, von dieser Tastatur ginge die Macht Gottes aus, die mich schreiben lässt, so würdest du mich bestenfalls für schrullig halten. Würde ich dir dagegen sagen, dass auch du alles mit der Tastatur schreiben sollst, würde ich behaupten, dass das Schreiben mit Füller, Kugelschreiber, Bleistift oder sonst irgendwas, was nicht eine Tastatur ist, falsch und nicht erlaubt, ja geradezu gotteslästerlich sei, dann würdest du mir einen Arzt empfehlen, der für solche Probleme die passenden Tabletten kennt.

Manche würden mir aber folgen und ebenfalls nur noch mit Tastatur schreiben. Bald darauf würden sich neue Gruppen bilden, eine würde schwören, dass diese Kraft ausschließlich im Füller steckt, die nächste würde auf den Kugelschreiber schwören und so weiter. 

Das, genau das, ist der Unterschied zwischen Glaube und Religion!

Lebe deinen Glauben, mache aus den Werkzeugen, die dir dabei behilflich sind aber keine Religion.

Das Wesen der Ewigkeit

Was ist Ewigkeit? Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass es sich bei der Ewigkeit einfach um eine endlose Aneinanderreihung von Tagen handelt. Betrachten wir die Schöpfungsgeschichte, so wurde selbst Gott diese Vorstellung am siebten Tage öde und er beendete diese Form („es wurde Abend, es wurde Morgen…“) der Erzählung.

„Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein!“ (Jer 31, 33)

Die aktuelle Diskussion über Reformfähigkeit, Reformwilligkeit, Reformnotwendigkeit der katholischen Kirche ist für mich untrennbar mit diesem Spruch Gottes an Jeremia verbunden.

Schauen wir uns zunächst einmal den ganzen Abschnitt aus dem Buch Jeremia an:

Fürbitte

Herr, ich bringe dir dieses Wetter.

Es ist genug, es ist seit Wochen genug!

Die Ernte vertrocknet, die Wälder sterben in der andauernden Hitze und Dürre.

Und wenn es Regen gibt, so schlägt dieser alles kurz und klein, was noch auf den Feldern steht und spült es mitsamt dem Boden weg. An den Tag fliehen wir vor dem sengenden Licht und in den Nächten stöhnen wir in überhitzten Wohnungen, die mit offenen Fenstern allein nicht mehr runter zu kühlen sind.

Die Leute lachen uns aus, wenn wir ihnen erzählen, dass du, der die ganze Schöpfung – auch das Wetter – in seinen Händen hält, die Gnade, die Liebe und das Leben bist.

Mach uns nicht länger zu Lügnern und setze das Wetter über uns wieder in einen gesunden Rhythmus auf erträglichem Temperaturniveau.

Amen.

Vom rechten Umgang mit den Talenten

Drei Evangelien berichten darüber, dass beim Tod Jesu am Kreuz der Tempelvorhang von oben nach unten in zwei Teile zerriss.

Auf katholisch.de können wir über die Bedeutung dieses Vorgangs unter anderem folgendes lesen:

Öl ins Feuer?

Ein paar Zitate, die mir zu den aktuellen (anonymen, denn niemand hat unterschrieben!) Äußerungen aus Rom einfallen – oder eingegeben wurden.

„Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein.“ (Mt 23, 8-11)

„… ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“

„Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“ (Mk 11, 17)

Im Rahmen der Betrachtung des Buches Jesaja bin ich auch wieder an diesen – vermutlich einzigen – Ausfall Jesu erinnert worden. Heute verwenden Prediger für „Räuberhöhle“ lieber den sanfteren Begriff „Kaufhaus“, „Marktplatz“ oder „Markthalle“. Egal, welche Übersetzung ich mir aber ansehe, meistens steht da tatsächlich auch in den modernen der Begriff Räuberhöhle. Auch ohne Kenntnis der alten Sprachen muss ich daher annehmen, das von Jesus verwendete Wort steht in seiner Bedeutung dem Begriff Räuberhöhle näher als die anderen denkbaren Übersetzungen.

Die Spieluhr

Eine junge Frau schlenderte einst über einen Trödelmarkt, da fiel ihr Blick auf eine alte Spieluhr. Interessiert ging sie auf die Spieluhr zu, nahm sie in die Hand und öffnete sie. Da erklang für sie eine wunderbare, unbekannte und freundlich anmutende Melodie und das Innenleben der Uhr erwachte zu funkelndem Sternenglanz.

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