Jeremia 13 – 29 (8. – 30. Juni)

Jeremia war Prophet des Herrn in der Regierungszeit der letzten vier Könige Judas. In dieser Zeit verkündete er das von Gott beschlossene Urteil über Juda, Israel und Jerusalem und – da das Volk nicht wie gefordert umkehrte – wiederholten sich diese Ankündigungen immer wieder. Somit wiederholt sich auch die Geschichte in diesen Kapiteln immer wieder, wenn auch mit neuen Bildern und Gleichnissen. Es ist daher nicht notwendig auf jede einzelne Prophezeiung einzugehen. Wichtig ist festzuhalten: Das Völk hört nicht auf die Warnungen des Propheten; mehrfach wird er sogar bedroht, gefangen genommen und sein Tod gefordert.

Jeremia 7 – 12 (2. – 7. Juni)

So klingen Wut und Verzweiflung! Gott zitiert Jeremia vor den Tempel in Jerusalem. Dort soll er Volk und Priestern den Urteilsspruch verkünden, was er ihm ja davor schon in kleiner Runde offenbart hatte. Offensichtlich ging Jeremia sogar mehrfach zum Tempel um Gottes Urteil zu verkünden, denn die Vorwürfe wiederholen sich und die angekündigte Strafe für den Vertragsbruch steigert sich.

Jeremia 2 – 6 (28. Mai – 1. Juni)

Gott rechnet mit den Israeliten ab. Er zählt alle ihre Vergehen gegen ihn auf und stellt fest, sie sind ihm untreu geworden. Sie treiben es schlimmer als die Heidenvölker, die ihren – darüber hinaus noch falschen – Göttern treu geblieben seien. Doch die Israeliten hätten sich auf jeden Götzen eingelassen, den sie auf dieser Welt fanden. Sein Wort wollten sie nicht mehr hören, erst recht nicht befolgen. Seine Warnungen würden sie nicht mehr ernst nehmen, die schlimmen Folgen ihres Fehlverhaltens abstreiten. Gott unterscheidet zwischen Israel und Juda, also dem Nord- und dem Südreich in den Zeiten Jeremias. Aber, auch wenn er Juda stärker tadelt, so ist sein Urteil über beide Staaten im wahrsten Sinne des Wortes vernichtend. Gott hat sie in die Hände gottloser Völker – es wird immer wieder ein Volk aus dem Norden genannt – gegeben, das ihre Städte besetzen und ausplündern, das Volk in alle Welt zerstreuen wird.

Gleichzeitig verkündet Gott aber auch, dass er sich einen gläubigen Überrest aus dem Volk bewahren wird. Unter diesen wird er einen neuen Bund gründen, der nicht mehr auf dem Gesetz aufbaut und alle Völker der Welt in Jerusalem, dem Thron Gottes, vereint. (Jer 3, 14-18)

Jeremia 1 (27. Mai)

Mit den Klageliedern des Jeremia begann meine Reise durch die Bibel im August 2018. Nun, sechs Jahres später, wird die Reise auch mit dem Propheten Jeremia enden. Danach ist das gesamte Wort Gottes hier mindestens einmal vertreten und betrachtet worden.

Ich habe bereits an anderer Stelle geschrieben, dass ich ursprünglich plante, dann ab August einfach wieder von vorne zu beginnen, dass aber Gott mir einen anderen Weg vorschlug. So wird diese Seite im August in eine kurze Pause gehen, um dann ab Januar 2025 einen neuen Weg zu gehen, wieder mit Gott und seinem Wort als feste Begleiter, aber nicht mehr nach einem von anderen vorgegebenen Leseplan. Gott selbst wird mich zukünftig zu den Bibelstellen führen, die dann dran sind.

Aber jetzt ist erst einmal Jeremia dran!