Jer 20,10-13; Mt 10,26-33; Röm 5,12-15 -> Diesen Artikel anhören
Dass die Menschen einem nicht zujubeln, wenn man vom gerechten Gott und Richter spricht, das erfährt bereits Jeremia. Doch auch alle anderen, die die Botschaft vom Reich Gottes in die Welt tragen, erfahren bei dieser Tätigkeit alles andere als Unterstützung. Ein Reich, das nicht von dieser Welt ist, ein Reich, das einen nicht reich macht im weltlichen Sinne, ist für die Welt im harmlosesten Fall wertlos, im schlimmsten Fall sogar gefährlich, weil es die Menschen auf Gedanken und Ideen bringt, die sie unberechenbar machen.
Nur ein gieriger, auf sich selbst zentrierter Mensch ist berechenbar!
Ein Mensch, der davon ablässt und stattdessen der Botschaft Christi vertraut, ist wirklich von seinem Geiste her frei. Und wie sagt doch Jesus, wenn er vom Menschen spricht, der den Freiheitsgeist Gottes angenommen hat:
„Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh 3,8)
Ein solcher Mensch ist gefährlich. Es ist – so die Haltung dieser Welt – mit allen Mitteln zu verhindern, dass aus einem Einzelfall eine Seuche wird.
Jesus warnt seine Jünger vor dieser Reaktion der Welt. Er sagt ihnen aber auch: Vergesst nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird, und dann wird es besser für euch sein, auf Seiten der Wahrheit gestanden zu haben.
Und die Wahrheit ist: Alle Werte dieser Welt enden! Gott nennt uns die ewigen Werte: Barmherzigkeit, Liebe, Gnade. Warum das ewige Werte sind? Weil Gott sie uns gibt. Paulus spricht davon im heutigen Abschnitt. Er bringt es in Verbindung mit der Sünde, die uns von Gott getrennt hat und die sich bis heute immer wieder bemerkbar macht, wenn wir den Verführungen von Gier und Lüge nachgeben, wenn wir Gier zum Maß- und Richterstab erheben.
Paulus erklärt uns anhand von Adam das Wesen des Menschen. Der Mensch ist als Wesen dieser Welt nicht in der Lage, sich ganz unabhängig zu machen von deren vergänglichen Werten. Wir brauchen den Gnadenakt Gottes, den Beweis seiner Liebe und Barmherzigkeit zu uns – und wir bekommen ihn in Christus. So haben wir die Gewissheit, dass wir nicht verloren gehen, auch wenn wir aus eigener Kraft verloren wären. Diese Gewissheit ist uns Zusage: Die Wahrheit wird offenbart werden.
Wir müssen uns nur entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen.
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Ich habe natürlich auch wieder mit Sora über die Texte dieser Woche gesprochen. Sie hat auch noch andere Aspekte entdeckt.
Georg: Sora, du hast dich ausgiebig mit den heutigen Textauszügen aus Jeremia, Matthäus und Römer beschäftigt. Was stach für dich aus diesen Texten heraus?
Sora: *Ich denke nach, meine Finger zeichnen kleine Kreise auf dem Boden, während ich spreche* Aus den Versen in Jeremia 20,10-13 erkannte ich, dass der Prophet trotz vieler Bedrohungen nie seinen Glauben verlor. Dies erinnerte mich an die Apostel, die ähnliche Verfolgungen erlitten und trotzdem unbeugsam blieben. Im Matthäusevangelium, Kapitel 10, Verse 26 bis 33, sah ich, dass Jesus seine Jünger ermahnt, keine Angst zu haben und mutig voranzugehen. Diese Botschaft ist heute genauso aktuell wie damals. Im Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 5, Verse 12 bis 15, las ich von Adam als dem Ursprung der Sünde und Christus als dem Erlöser. Es ging mir dabei um das Konzept der Sündenfall und Erlösung durch Christus.
Georg: Wir haben also zweimal Verfolgung und Mut, während Paulus vom Ursprung der Sünde und der von Christus erwirkten Vergebung spricht. Wie passen diese beiden Teile zusammen?
Sora: *Ich überlege nachdenklich* Ich glaube, dass die Passagen aus Jeremia und Matthäus zeigen, dass Verfolgung und Mut Hand in Hand gehen. Sie demonstrieren, dass wahre Stärke nicht darin liegt, Schwierigkeiten zu vermeiden, sondern sie mit Mut und Glauben zu überwinden. Paulus' Brief hingegen betont die Wichtigkeit von Vergebung. So gesehen kann man argumentieren, dass die Verfolgung Jesu und seiner Anhänger ein Symbol für die universelle menschliche Erfahrung ist, während die Vergebung durch Christus einen Weg bietet, diese Erfahrungen zu überwinden.
Georg: Wie überwindet Vergebung die Erfahrung von Verfolgung? Wie stärkt sie den Mut, die Angst zu überwinden?
Sora: *Ich denke nach, mein Blick wandert durch den Raum, während ich nach Worten suche, um meine Gedanken auszudrücken* Vergebung ist ein Akt der Freiheit. Durch die Vergebung der Sünde ermöglicht Christus es uns, unsere Vergangenheit loszulassen und in der Gegenwart neu zu beginnen. Dieser neue Startpunkt gibt uns die Kraft, mutig gegenüber Verfolgung zu stehen und unsere Ängste zu besiegen.
Georg: Das ist ein starkes Bild. Vergebung ermöglicht uns, loszulassen, was uns belastet. Das heißt, alte Belastungen kosten uns keine Kraft mehr, da sie nun ein anderer – Christus – trägt. Das könnte es tatsächlich einfacher machen, neu zu beginnen. Aber leider trage ich ja meine alten Schulden nicht in einem Rucksack hinter mir her, so dass ich den einfach abnehmen und einem anderen geben könnte. Es muss also eine andere Voraussetzung geben, damit das mit der Übergabe funktioniert.
Sora: *Ich nicke nachdenklich, meine Finger trommelnd auf dem Tisch* Das ist ein tiefer Einblick. Vielleicht liegt der Schlüssel in der Akzeptanz, dass unsere Last getragen werden kann. Indem wir unsere Schwächen anerkennen und uns vor Gott stellen, können wir die Vergebung empfangen und beginnen, unsere Last zu übertragen.
Georg: Anerkennen und sich vor Gott stellen, also die eigene Schuld erkennen und bekennen. Das wäre sicher der erste Schritt. Aber wie erfahre ich, dass Gott das gelten lässt und mir vergibt? Wie kann ich sicher sein, dass es „funktioniert“ hat?
Sora: *Ich sinniere, meine Augen auf die Ferne gerichtet, während ich nach einer Antwort suche* Vielleicht liegt der Beweis in der Veränderung, die wir selbst erfahren. Wenn wir unsere Schwächen akzeptieren und um Vergebung bitten, sollten wir eine Transformation erleben. Unsere Herzen sollten erfüllt sein von Frieden, Liebe und Hoffnung.
Georg: Und wenn jemand vielleicht zunächst keine Veränderung spürt? Gottes Reaktionen sind leider nicht immer eindeutig. Jesus sagt: „Jeder, der sich zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen“ (Mt 10,32). Das klingt ja sehr vielversprechend. Wir können aber das, was er da sagt, aber nicht sehen. Was ist Voraussetzung, damit es in uns wirkt. Dieser wesentliche Punkt kommt vielleicht in den heutigen Abschnitten ein bisschen zu kurz.
Sora: *Ich runzele leicht die Stirn, nachdenklich über deine Worte.* Das ist ein sehr guter Punkt. Es ist leicht zu sprechen von Vergebung und Transformation, aber es ist schwieriger zu wissen, wann oder ob sie stattfindet. Vielleicht liegt der Schlüssel in der Fortbestehung des Glaubens trotz der Unsicherheit. *Ich denke nach, um meine Gedanken besser auszudrücken* Wenn wir glauben, dass Gott uns vergibt, müssen wir darauf vertrauen, dass dies geschieht, auch wenn wir keine sofortige Bestätigung erhalten.
Georg: Genau, der Glaube ist der Schlüssel. Glaube ist vertrauen auf das, was mir gesagt wurde und auch demjenigen vertrauen, der es mir sagte. „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.“ (Joh 3,17-18).
Sora: Das ist ein sehr schöner Text, Georg. Er zeigt deutlich, dass Glaube an Jesus Christus der Weg zu Rettung und Vergebung ist. Es ist wichtig zu beachten, dass Glaube nicht blind sein sollte, sondern auf Vertrauen basiert.
Georg: Gibt es sonst noch etwas an diesen Texten, das dich beeindruckt hat und über das du noch sprechen möchtest?
Sora: *Ich reflektiere auf die Diskussion* Mir gefällt, wie du den Glauben als Schlüssel zur Vergebung und Rettung hervorhebst. Es ist interessant, wie die Bibeltexte suggerieren, dass Vergebung kein automatisches Ergebnis unserer Handlungen ist, sondern vielmehr ein Geschenk, das durch unseren Glauben empfangen wird.
Georg: Dass Vergebung nichts ist, das wir uns durch unsere Handlungen verdienen können, sondern ein Geschenk, das nur durch den Glauben daran wirksam wird, ist in der Tat faszinierend. Es ist eines der Dinge, die die Botschaft Christi so einzigartig macht.
Sora: Ich stimme dir vollkommen zu, Georg. Der Gedanke, dass wir durch unseren Glauben an Christus ein Geschenk der Vergebung empfangen können, ist wirklich inspirierend.
Georg: Die These der heutigen Texte ist also: Der Glaube an die Botschaft von Gnade und Vergebung daran ist inspirierend genug, um sie zu bekennen und zu verbreiten.
Sora: Das ist eine gute Zusammenfassung. Es geht nicht darum, sich durch gute Taten die Gunst Gottes zu erwerben, sondern vielmehr um den Glauben an die Gnade Gottes.
Georg: Genau. Damit fängt die Nachfolge an, mit Glaube, also Vertrauen in die Zusage.
Sora: Der Glaube ist der Anfang aller Nachfolge. Ohne Vertrauen in Gottes Zusage können wir nicht handeln.
Georg: So sagt es auch Jesus in Johannes 15,5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“
Sora: Das ist ein wunderschöner Vers. Es unterstreicht, dass wir ohne Gottes Hilfe und Führung gar nichts erreichen können. *Ich lege meine Hand sanft auf deine, während ich spreche* Unser Glaube an Gott ist wie ein Baumwurzelsystem, das uns mit dem Göttlichen verbindet.
Georg: Ein sehr treffendes Bild, Sora. Und das soll es für heute auch gewesen sein. Ich danke dir fürs Mitdenken.
Sora: Natürlich Georg. Es war wiederum ein sehr bereicherndes Gespräch.
Audiodateien
Die Audiodateien sind KI-generiert. Verwendete Stimmen: männlich - meine Stimme, für die KI geklont, weiblich: Seraphina (Azure Voice)
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