Dezember: Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald.

Raunachtslegung 2023/2024 „nach Art des Herrn“?

Karten

  • Der Herrscher (4): Vor einem rotfarbenen, felsigen Hintergrund steht ein steinerner Thron, der mit vier Widderköpfen geschmückt ist. Der gekrönte Herrscher trägt eine Rüstung und ein purpurfarbenes Gewand. In seiner Linken hält er den Reichsapfel, in seiner Rechten das altägyptische Henkelkreuz (Ankh). Der Herrscher ist der Garant von Sicherheit und Ordnung. Das Ankh ist ein Symbol der Lebenskraft und zeigt, dass der Herrscher eine lebensschützende und fördernde Kraft ist. Insofern steht die Karte für klare Strukturen und einen festen Rahmen, in dem das Leben erblühen kann. Darüber hinaus bedeutet sie die Verwirklichung von Ideen, Absichten und Wünschen. Konsequenz, Verantwortung, Ordnung, Nüchternheit, Sicherheit, Verwirklichung. Wirklichkeitsnähe.
  • König der Münzen (0): Der König sitzt auf einem Thron, der mit vielen Stierköpfen geschmückt ist. Er wird von Weinreben umgeben, und auch sein Gewand ist voller Weintrauben. In der Linken hält er eine Münze, in der Rechten sein Zepter. Seinen linken Fuß hat er auf einen steinernen Hund gestellt. Dorthin ist auch sein Blick gerichtet. Im Hintergrund ist eine Burg zu sehen. Die Fruchtbarkeit des Erdelements wird von den Braun- und Grüntönen symbolisiert. Die Stierköpfe stehen für Sinnesfreude ebenso wie die Weintrauben, die das süße Leben verkörpern. Sitzhaltung und Blick zeigen Bedächtigkeit, und der steinerne Hund steht für Treue.
    Genuss, bodenständige Sicherheit
  • Bibelstelle: Offenbarung 21, 1-8 (& Offenbarung 21,9 – 22,21)

 

Zum Bibeltext

Am Ende der Offenbarung, als Himmel und Erde vergangen sind, sieht Johannes das Neue Jerusalem aus einem neuen Himmel herabsteigen, der Ort, an dem Gott mit den Menschen wohnen wird, die seine Kinder sind und die den zweiten Tod (die ewige Verbannung aus dem Reich Gottes) nicht erfahren werden. Danach wird das Neue Jerusalem beschrieben als ein Ort des Überflusses und des Glücks, in dem es keine Krankheit, kein Leid und keinen Tod mehr gibt.

 

Deutung für Dezember 2024

Dezember ist Weihnachten, Gott kommt zu den Menschen. Wir denken dabei an die Geburt Jesu, an das süße Jesus-Kind, das da in der Krippe liegt, so klein und hilflos und doch die ganze Hoffnung der Welt in sich bergend. Wenn wir vom Israel der Bibel reden, so sehen wir im Leben der Israeliten ein Bild für unseren Weg mit Gott. Die Israeliten gingen mit Gott; sie sind dabei immer wieder vom Weg abgekommen und Gott hat sie trotzdem immer wieder angenommen, wenn sie reumütig zu ihm zurückkehrten.

Jetzt hat Gott in Jesus das erste Mal unter den Menschen gelebt. Im alten Israel, damals von den Römern besetzt, danach immer wieder von anderen Völkern, schließlich wieder unter Kontrolle der Israeliten. Dieser Ort ist kein Ort der Ordnung und des Friedens und wird es wohl auch nicht werden. Als Mensch starb Jesus in diesem Jerusalem! Die historische, die heutige Stadt Jerusalem ist mehr ein Bild für die gefallene, verlorene Welt als für das himmlische Jerusalem.

Trotzdem sind alle Augen auf dieses historische Jerusalem gerichtet und drei Weltreligionen streiten um diese Stadt. Damit wird die Stadt auch zum Zeichen für eine verkehrte Welt mit verkehrten Werten. Einst beklagte Jesus das „verkehrte Geschlecht“ und wie lange er es noch mit ihnen aushalten müsse. Als Mensch würde er über uns wohl dasselbe sagen.

Wir richten unsere Augen und unsere Aufmerksamkeit auf das, was nichtig ist, weil es Lärm macht und somit gut zu dem Lärm passt, der in uns tobt. November: „Wie oben – so unten“, Dezember „Wie außen – so innen“!

Und so blicken wir an Weihnachten zurück auf die Geburt des Kindes, auf diesen winzigen Moment des Friedens und der Stille in einer lauten, kriegerischen Welt. Das ist schön, wir brauchen diese Momente so dringend.

Doch ich will nicht in diesem Moment stehen bleiben. Das „Kind“ ist mein König und sein Reich wartet auf mich. Es entsteht überall um mich herum und in mir, im Stillen im Verborgenen und es wird hervorbrechen im richtigen Moment und alles wegfegen, was falsch ist.

Gericht für alle, die den König nicht angenommen haben, Weihnachten für die Kinder Gottes!

Heißt den König willkommen!

Daher mein Spruch für Dezember:

„Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald.“ (Offb 22,20)